DER ÄTNA IM SONNENAUFGANG - DAS ZIEL DER TOUR
SKITOUR ÄTNA 3323m SIZILIEN / ITALIEN

21. - 23.02.2017
1. Tag: Anreise

Früh aufstehen war angesagt. Unser Flieger nach Catania ging um 5 Uhr – die einzig direkte Verbindung nach Sizilien an diesem Tag. Unser Ziel für eine etwas andere Skitour war der Ätna – mit seinen 3350m der höchste Vulkan Europas. Ja auf Diesem kann man im Winter alpin Skifahren und mit ca. 1800hm Aufstieg eine stattliche Skitour unternehmen.
Nach unserer doch recht langen Anreise, was vor allem einer langen Wartezeit am Flughafen geschuldet war. Nach 3 Stunden warten kam dann endlich der Busshuttle. Nach einem guten Abendessen und eine ausführliche Vorbesprechung, sanken wir müde in die Betten.
Tag 2: der Gipfeltag

Der nächste Morgen erwachte mit traumhaftem Wetter. Der Berg war in einem traumhaften Morgenrot getaucht. So ein Anblick schon vor dem Frühstück, die Vorfreude auf den Tag ließ nicht viel Frühstück bei mir zu. Bis zur Abfahrt dauerte es dann aber noch ein wenig, wir waren auf Sizilien, da ticken die Uhren anders. Unterwegs sammelten wir noch den 2, Teil der Truppe ein, welche in einer herrlichen Lodge auf dem Weg hoch zum Ätna wohnte.
Gegen 10 Uhr starteten wir dann an der Talstation des kleinen Skigebiets. Ein LVS Check musste sein, obwohl wir das Material bei den Schneebedingungen eigentlich hätten zu Hause lassen können. Wir hatten jegliche Art von HARTEM Schnee. Also Windgepresst, Überdeckelt, komplett vereist demnach alles was „Spaß“ macht. Der Schnee war durchgehend mit einer leichten Ascheschicht überzogen, welche im Nachgang betrachtet, die Hölle für’s Material war. Die Asche, welche an Vulkanen aus kleinsten Gesteinspartikeln besteht, wirkt wie Schmirgelpapier.

Also falls das auch mal jemand planen sollte, den guten Ski zu Hause lassen und den Steinski einpacken.

Die Gruppe legte ein ganz schönes Tempo an den Tag. Ich mit meinem Splitboard, hatte da ganz schön zu kämpfen. Immerhin sollten ja 1800 Meter bewältigt werden, da muss man schon haushalten.

Wir tauchten jetzt ein in eine Landschaft wie von einem anderen Stern. Über uns die riesigen Flanken dieses riesigen Berges, oben die Rauchsäule die ständig einen leicht schwefeligen Geruch in der Luft zurückließ. Immer wieder aus dem Schnee ragendes Lavagestein, mit seiner dunklen Farbe. Für den weiteren Aufstieg lasse ich die Bilder sprechen.

Am Krater angekommen, war es kalt, richtig kalt. Wir waren voll dem Wind ausgesetzt, exponierter geht nicht. Wir hielten uns nur 15 Minuten auf dem Gipfel auf. Ein paar Fotos mussten sein, dann aber nichts wie runter.
KRATERBILDER
Die Abfahrt war ab ca. 3200m dann doch recht schön. Es firnte leicht auf und wir konnten über schöne Hänge ins Tal cruisen. Die leichte Ascheschicht bremste ganz schön, sodass man es oftmals ordentlich laufen lassen musste. Unten fuhren wir durch Lavaröhren, die wie eine natürliche Halfpipe richtig viel Spaß brachten.

Wir konnten fast bis auf Höhe der Lodge abfahren und mussten nur ein paar Meter auf der Straße zurücklaufen. Dort ließen wir den Tag bei einem kühlen Bier ausklingen.
Es war ein surreales Erlebnis unten das Meer und die Wärme, oben der Schnee, der Berg. Was ich aber nie vergessen werde!

Danke Dynafit!