Alpinklettern - Oberreintal - Wettersteingebirge

12.06.2016
Zumindest hat man den Eindruck, wenn man das Reintal verlässt und in die magische Welt des Talschlusses im Oberreintal eintaucht. Hier wurde Klettergeschichte geschrieben!

Schon im Jahr 1913 durchstiegen Hans Fiechtl und Otto Herzog die imposante Südwand der Schüsselkarspitze. Sie war in Sachen Kühnheit und Schwierigkeit herausragend in der damaligen Zeit.

In den 30er Jahren wurde der 6. Grad erobert. Rudolf Peter und Rudolf Hanninger sowie Michael Schober sind hier zu nennen. Mit Karlheinz Gonda konnte auch ein Pionier des Kletterns im Elbsandstein, seine Spuren im Oberreintal hinterlassen.

Richtig zur Sache ging es dann mit dem Einzug der Freikletterkultur in den 80er Jahren. Große Namen wie Wolfgang Güllich und Kurt Albert, Stefan Glowacz und Heinz Zak, schoben die Schallmauer bis in den 9. Grad nach oben.

Viele Routen wurden in den letzten Jahren saniert. Wie in allen Gebieten mit historischem Hintergrund, führte das bei der einen oder anderen Route zu Diskussionen. Nichtsdestotrotz wurde so, viele Routen die in Vergessenheit zu geraten drohten, zu neuem Leben erweckt.

Heute kann man auf eine riesen Auswahl an alpinen Kletterrouten / Sportkletterrouten für jeden Geschmack zurückgreifen.

Aber Vorsicht! Wir reden hier von alpinen Kletterein! Es ist jedem mit nur wenig Sportklettererfahrung oder "langjähriger Hallenerfahrung" abzuraten in solche Routen einzusteigen. Diese Kletterunternehmungen setzen: eine solide Erfahrung im Umgang mit mobilen Sicherungsgeräten und Seilhändling im alpinen Klettergelände vorraus. Ein geübten Blick für den Weg und eine passende Ausrüstung, sind ebenso notwendig.

Deshalb hält sich der Andrang bis heute in Grenzen und das ist auch gut so. Denn so hat er bis heute seine Magie erhalten.

Ich werde im Laufe des Jahres – so sich die Gelegenheit ergibt – aus eine der Routen am Oberreintal berichten. Steht zumindest wieder auf meine Wunschliste dieses Jahr…